• Einzug durch die Hintertür

    Nanu, da steht doch ein Möbelwagen vorm Hintereingang zur Downing Street. Zieht da etwa jemand ein? Ja, es ist die Freundin von Boris Johnson. Vor einem Monat klingelte die Polizei nachts an der Tür der beiden, weil es zu einem lautstarken Streit gekommen war. Jetzt haben sie den Wachmann rund um die Uhr vor der Haustür. Vielleicht gut ganz gut so, oder?

  • Durchzug

    Wenn die Sonne mittags auf die Whitehall brennt, dann wird es zwischen den hohen Häusern richtig warm. Für Reiter und Pferd sicherlich eine schweißtreibende Wache, wenn sie auch nur eine Stunde dauert. Immerhin lässt man die hintere Tür offen, dann kann ein wenig Wind Linderung bringen.

  • Kurz vor Sonnenuntergang

    Ich war in der St Paul's Cathedrale. Die steht auf einem Hügel und deshalb kann man weit in Richtung Themse blicken. Ganz hinten die Milleniums Bridge, die aus dieser Distanz ihre grazile Form am besten zeigt. Eine aussergewöhnlich schöne Konstruktion.

  • Manchmal hat man Glück

    Ich war in den Ställen des Buckingham Palace und bin auf dem Rückweg ins Hotel. Es ist Sonntag Vormittag und Changing the Guard ist in vollem Gange. Die Leute warten seit Stunden auf die Soldaten. Mir kommen sie quasi über den Weg gelaufen und so komme ich zu besten Fotos, die ich je von ihnen machen konnte.

Wait and see and drink tea

'Pragmatismus bezeichnet ein Verhalten, das sich nach bekannten situativen Gegebenheiten richtet, wodurch das praktische Handeln über die theoretische Vernunft gestellt wird'. Oder in meinen Worten ausgedrückt: Nicht lange denken, machen. Und wer hat es erfunden? Nein, nicht die Engländer, sondern Amerikaner. Also eigentlich doch Briten, denn deren Vorväter stammten ja von der Insel.

Ein Kollege von mir, war lange Zeit auf britischen Tankschiffen angeheuert. Sein Kapitän, ein Engländer, ging schlafen, als der Neue seine erste Brückenwache hatte. Etwas aufgeregt, wegen des schlechten Wetters und der hohen Anzahl anderen Schiffen rundherum, fragte er den Alten um Rat. Der brummte zurück: „Da fahren wir erst einmal hin und dann gucken wir was los ist“. Sprach’s und legte sich nieder.

Was ich sagen will ist, dass der Pragmatismus nicht mit dem Brexit in das britische Parlament eingezogen ist, sondern dort schon immer sein ureigenstes Zuhause hatte. Ein Geheimpapier, dass gerade der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde, beweist es. Darin geht es um eine ebenso praktische wie lebensnotwendige Frage, nämlich: „Was machen die Briten, wenn der Russe die Atombombe zündet?“ Eine Frage, die während des kalten Krieges verdammt real klang. Retten konnte sich keiner, aber es blieb theoretisch gerade genug Zeit (4 Minuten) um den Gegenschlag durchzuführen. Dazu mußten die eigenen Raketen gestartet werden und das bedurfte der Genehmigung des Premierministers. Das ist heute nicht anders, das sind die schwarzen Koffer, in denen die Codes stets mitgeführt werden.

Das eigentliche Problem war, das niemand wußte, wann ein solcher Angriff erfolgen wird. Sobald die Raketen in der Luft waren, blieben nur noch wenige Minuten zum Handeln. Da muß also alles wie am Schnürchen klappen. Die Engländer waren sich der Brisanz bewußt und lösten die logistische Aufgabe auf ihre Weise. Ihr Premierminister, zu der Zeit war es Harold Macmillan, hätte ggfs. mit Hilfe des britischen ADAC (AA) und vier Pennies in der Tasche den Angriffsbefehl erteilt.

MacMillan im Auto mit Chauffeur. Er war ein Gentleman, der folgendes sagte: "No man succeeds without a good woman behind him."

Der Plan sah wie folgt aus. Sollte im Fall des Falles der Premier im Dienstwagen unterwegs sein, dann wäre er quasi unerreichbar. Es gab zwar Funkanlagen, aber die Dinger waren teuer und tonnenschwer. Warum die Limousine mit so teuren Kram ausstatten, den man hoffentlich nie brauchte. Also bat man die Automobile Association um Hilfe. Die bauten eines ihrer Empfangsgeräte in den Rolls Royce, das schon damals von den Mechaniker des AA genutzt wurde. Wenn also die Atombombe im Anflug war, dann mußte jemand in der AA-Zentrale den Wagen des Premiers anpiepen. Der Fahrer wußte, dass er nunmehr in Windeseile die nächste Telefonzelle anzusteuern hatte und von dort telefonierte dann der Premierminister mit dem Generalstabschef in Whitehall. So der geniale Plan für den schlimmsten aller Notfälle.

Damit wirklich nichts schiefgehen konnte, war der Chauffeur verdonnert worden, ständig vier Pennies in der Tasche zu haben. Soviel kostete nämlich der Anruf aus der Telefonzelle. Dieses Prozedere, also die AA Box im Auto, wurde während der Kubakrise installiert und erst 1970 durch andere Technik ersetzt. Zum Glück ist der KGB nie dahinter gekommen, wie die Briten sich vorbereitet hatten. Hätten sie es gewußt dann …“would they have regarded it as a complete plant and a spoof“, was als ‚Verarschung‘ übersetzt werden darf. Ein Autor, der jetzt darüber berichtete, schloß mit den Worten: „It was so English, and so bizarre, that it had appeared in a comedy it would have not been believed“. - So und nun wissen Sie, warum das mit den Brexitverhandlungen so lange gedauert hat. Da ist man nämlich erst einmal nach Brüssel gefahren und hat geguckt. In ein Loch, so tief, dass allen ganz schwindelig wurde. Und nun wird die Zeit knapp und man muß die Nerven bewahren. Aber das ist für den Engländer kein Problem, denn er ist nun mal der geborene Pragmatiker.

Hot off the press – cool to read.

State Opening

Surprise, surprise

Lost in London

Guess who’s back

Christmas is round the corner

Melting Pot

The drama goes on

There’s definitely something for everyone in my blog.

How cute is that?

Und keiner hat’s gemerkt …

Hedgehog Highway

Driven to the wall

The last laugh

Football Team

Vertragt euch

Tears of laughter

Two Queens

Schau’ selbst

Mother’s Day

So cool!

Eine Sicht auf London reicht nicht. Ich brauche vier, um alle Winkel auszuleuchten

London ist mein zweites Zuhause und wann immer ich kann bin ich dort unterwegs. Meistens mit Kamera und natürlich sammeln sich im Laufe der Zeit viele Fotos an. Wichtiger sind mir aber die Erinnerungen, die damit verknüpft sind. Ich kann beides am besten in einem Blog festhalten und damit nicht alles durcheinander kommt, habe ich ein bißchen sortiert. Wo es eine 'Soul of London' gibt, darf man auch ein 'Heart' vermuten. Und natürlich einen 'Mind'. Ich gebe zu, diesen Blog mit Inhalt zu füllen, gestaltet sich schwierig. Jedenfalls in Zeiten des Brexit. Und dann habe ich dem Covent Garden eine eigene Adresse gewidmet, denn dort ist mein Hotel und diese Gegend kenne ich am allerbesten. Ganz neu ist mein sqmile-Blog. Das ist noch Versuchsgelände und dreht sich im wesentlichen um die Fotografie. 

Heart of London

Mind of London

Covent Garden

Something special